Selbstbewusstsein

Warum man zuerst den Weg zum Selbstbewusstsein finden sollte

 

Die Antwort kann ich Dir in einem Satz zusammenfassen: weil man sonst den falschen Weg gehen wird. 

 

Nun die Erklärung:

 

Wie du schon weißt, fange ich nun an und versuche mich selbständig zu machen. In dieser Welt (des Online - Geldverdienens) gibt es viele selbstbewusste Unternehmer. Wenn man sich Ihre Geschichte anhört, hat man oft das Gefühl, sie wussten schon immer was sie wollten und haben schon immer daran geglaubt, dass sie es schaffen können. Ich nicht. Und nun habe ich das Gefühl, wieder aufzuleben. Aber auch, dass ich vielleicht viel Zeit damit verplempert habe, erst einmal zu diesem Minimum an Selbstbewusstsein zu kommen, der mir das jetzt ermöglicht, dieses Projekt zu starten.

 

Was hat mich immer gebremst?

 

Ganz einfach, ich habe nie an mich geglaubt. Bis heute. Obwohl ich natürlich immer noch sehr daran zweifle, dass ich es schaffen werde. Aber ich vertraue mir genug, um es zumindest auszuprobieren. #Who Doesn’t Try Doesn’t Get. Warum ich nie an mich geglaubt habe? Das habe ich mich lange genug gefragt. Bis ich vor der Entscheidung stand, und mein Studium wählen musste. Schluss mit den Fragen. Du musst agieren. Denn es gibt so manche Fragen, die man nie ganz sicher beantworten kann. Dann reicht es, wenn man ein bisschen darüber reflektiert. Und dann sollte man aber auch schnell vom « Warum » zum « Wie geht’s weiter » springen. Mit 17 bin ich ziemlich hoch gesprungen. Ich habe mir ein ziemlich schwieriges Studium in Paris ausgesucht. Denn ich dachte mir: wenn ich das schaffe, habe ich einen Beweis, dass ich nicht ganz so dumm bin. Und so habe ich aufgebaut, Jahr für Jahr. Die Zweifel wollten aber nicht ganz weg. Bis ich einen richtigen Tiefpunkt erreichte. Dabei merkte ich, dass ich durch meinen Weg immer am Aufbauen war. Aber meine Einstellung  war die falsche. Ich wollte keine Komplimente annehmen. Jedes wenn auch nur kleine Kompliment habe ich immer zurückgewiesen. So baute ich zwar auf, Stein für Stein, aber ohne Zement zwischen den Steinen. Das Gebäude war wackelig und unstabil.

 

Da musste ich kurz pausieren und zurück zur « Warum? » Frage kommen. Warum weise ich Komplimente zurück? Ganz einfach. Weil ich Angst davor habe, eines Tages arrogant zu werden. Arroganz ist, was mich an einem Menschen am Schlimmsten finden kann. Ich musste also daran arbeiten, in meinen Gedanken Arroganz und Selbstbewusstsein gut zu trennen. So konnte ich langsam Komplimente annehmen. Und vorankommen.

 

Nun bin ich hier, und habe es endlich geschafft, mir dieses minimale Selbstbewusstsein zu erarbeiten.

 

Schön für Dich, aber was hast du nun davon?

 

Ohne das hätte ich in jedem Aspekt meines Lebens nicht wirklich weitermachen können um immer glücklicher zu werden. Nehmen wir doch einmal Beispiele:

 

1.Karriere:aber wozu? Als ich 17 Jahre alt war und meine Entscheidung traf war mir klar, dass ich doch ziemlich ambitioniert war. Und ich fragte mich warum? Schnell kam ich auf die Antwort, dass ich einfach Anderen beweisen möchte, woran ich selbst nicht glaube. Und zwar, dass ich etwas kann, dass  ich nicht ganz so dumm bin. Sofort merkte ich, dass dies kein nobles Ziel sein konnte, denn die Motivation dahinter war falsch. Nicht desto trotz konnte ich sie auch mit dem besten Willen damals nicht aus meinem Kopf löschen. Also war für mich die einzige Lösung diesen Weg erst einmal zu gehen. So schnell wie möglich erfolgreich sein und « Karriere » machen. Und ich hoffte, ich würde dann merken, dass Karriere für sich am Ende völlig unwichtig ist. Oft ist es so. Man will etwas, weil es von außen so schön aussieht. Dann hat man es und merkt, es ist vielleicht doch langweiliger als man dachte. Und diesen Punkt habe ich nach 10 Jahren Studium und Arbeit endlich erreicht.

2.Entscheidungen:Wenn man von dieser Idee an Karriere befreit ist, kann man endlich wahre Entscheidungen treffen, die darauf basieren, was uns im Leben wirklich glücklich macht. Ist es einfach mehr Zeit für Freunde und Familie? Dann wäre ein 9 to 5 Job vielleicht viel besser als Top CEO von einem Spitzenunternehmen zu werden. Ist es intellektuell stimuliert zu werden? Dann sollte man vielleicht nicht den Job aussuchen, der besser bezahlt wird, aber den der genügend Anreize beinhaltet. Für mich ist es im Moment so (ich sage « Moment »  denn jede Lebensphase kann einen Menschen zu anderen Motivationen bringen): nichts würde ich mehr wollen, als meinen eigenen Job so zu gestalten, wie ich es möchte. Nur so könnte ich so viel Kreativität anwenden wie mir lieb ist, dabei auch noch strategisch überlegen und mir immer wieder einen neuen Job erschaffen. Keine Langeweile, intellektuell bis zum "Geht nicht mehr" stimuliert und auch noch dazu geographisch ungebunden. Nicht einmal ein Job bei der Weltbank wäre mir lieber. Also musste ich es einfach versuchen. Ich hatte keine Wahl mehr. Denn ich möchte nichts bereuen. So habe ich im Leben immer gehandelt. 

3.Beziehungen:wenn die Gefühle wirklich ernst sind, und man eine Person bewundert, macht man sich dann ganz klein. So klein, dass man keine Probleme verursachen möchte. Also sagt man lieber nichts. Man behält alles für sich. Wie kann man eine ausgewogene und glücklich Beziehung aufbauen, wenn man den Mut nicht dazu hat, Probleme auf dem Tisch zu legen?

 

Es ist nie zu spät. 

 

Mein Vater hat sich 20 Jahre lang für ein Unternehmen zu Tode gearbeitet. Bis es ihm einfach zu viel wurde. Nun ist er selbst Unternehmer. Es ist vielleicht ein winzig kleines Unternehmen, und auch wenn es sich vielleicht gerade über die Runden bringt,  er ist damit glücklich. Viel glücklicher sogar. Es ist sein eigenes Werk. Er kann es gestalten wie er möchte. Er fühlt sich frei - denn es ist seine Definition des Freiseins. Ein Anderer würde sagen, besser 9 to 5, relativ gut bezahlt, und dann viel Zeit für mein Leben. Kann ich nachvollziehen. Ist aber nichts für mich. Und wenn ich schon fast 30 bin, und es andere gibt,  die schon mit 18 Millionen verdient haben - wen interessiert das? Ich brauche vielleicht mehr Zeit und verdiene sicherlich auch keine Millionen. Aber wenn ich dann in 2 Jahren ein bisschen etwas geschafft habe, bin ich zufrieden. Denn der Schlüssel ist es, keinen Vergleich mit anderen zu ziehen. Vergleiche machen unglücklich. Hey, das wurde sogar wissenschaftlich erwiesen! # Do Not Compare Yourself

Écrire commentaire

Commentaires : 0